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Modernisation of HF production equipment at Bad Wimpfen, Germany (german version)
Neuer Drehrohrofen bei Solvay in Bad Wimpfen:
Filigrantransport mit Mammutlast
Bad Wimpfen, 12.10.2005. Im Bad Wimpfener Solvay-Werk ist ein neuer Drehrohrofen für die Produktion von Fluorwasserstoff installiert worden. Das über 30 Meter lange und rund 145 Tonnen schwere Anlagenteil wurde mit einem Spezialfahrzeug ins Werk transportiert. Der in Lübeck hergestellte Drehrohrofen war per Binnenschiff zum Schwerlastkai im Neckarhafen Heilbronn befördert und dort mit zwei riesigen Kränen auf einen Tieflader gesetzt worden. Der Tieflader, mit 24 lenkbaren Achsen und 48 Reifen ausgestattet, benötigte für die Strecke bis Bad Wimpfen trotz der schwer zu bugsierenden Last nur etwa eine Stunde - allerdings spät abends und mit Polizeieskorte.
Solvay investierte mit der Erneuerung eines der insgesamt drei im Einsatz befindlichen Drehrohröfen und einigen damit in Verbindung stehenden Maßnahmen etwa eine Million Euro in die Modernisierung der Fluorwasserstoff-Produktion. In dem Verfahrensschritt, in dem die Öfen die Hauptrolle spielen, wird aus dem natürlichen Mineral Flussspat Fluorwasserstoff, das Basisprodukt des Bad Wimpfener Solvay-Werks, hergestellt. Neben seinem Einsatz als Grundchemikalie für die Produktion anderer Solvay-Fluorverbindungen wird Fluorwasserstoff auch an Anwender verkauft. Seine Einsatzbereiche findet das Solvay-Produkt z.B. als Katalysator bei der Herstellung von Superbenzin, in der Metall- und Glasindustrie als Ätz- und Beizmittel, in der Erdöl- und Erdgasborstellentechnik sowie als Poliermittel in der Kristallglasindustrie.
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